„Sehen und gesehen werden“ ist ein wichtiger Sicherheitsaspekt für alle Verkehrsteilnehmer – gerade in der „dunklen“ Jahreszeit.

Die Monate Oktober bis Jänner gelten auch als die „dunkle“ Jahreszeit. Besonders Fußgänger werden in diesem Zeitraum oftmals zu spät von Autofahrern gesehen. Schuld daran ist häufig das Tragen von zu dunkler Kleidung. Hinzu kommt, dass sich bei Dämmerung und im Dunkeln die Fähigkeit des menschlichen Auges, Objekte wahrzunehmen, erheblich verringert. Autolenker können dunkel gekleidete Fußgänger also nur sehr schlecht erkennen. Dadurch wird auch die Reaktionszeit des Autolenkers drastisch verkürzt. Die Gefahr vom Autofahrer zu spät gesehen zu werden, ist damit allgegenwärtig. Besondere Vorsicht im Straßenverkehr sollte daher gerade in dieser Jahreszeit bei Fußgängern an oberster Stelle stehen. 

Sichtbarkeit für mehr Sicherheit

Während Fußgänger mit dunkler Kleidung in der Nacht oder bei schlechter Sicht vom Autolenker erst aus einer Entfernung von 25 bis 30 Metern wahrgenommen wird, kann ein mit Reflektoren ausgestatteter Fußgänger deutlich früher erkannt werden. Autolenker, die mit Abblendlicht unterwegs sind, können diese Fußgänger bereits aus 130 bis 160 Metern Entfernung erkennen. Ein Unterschied, der über Leben entscheiden kann!

 

Damit Kinder und Erwachsene als Fußgänger oder Radfahrer gerade in der dunklen Jahreszeit gut sichtbar und damit sicher unterwegs sind, empfiehlt sich das Tragen heller, mit Reflektoren bzw. reflektierenden Accessoires ausgestatteter Kleidung. Auch Equipment wie Kinderwägen, Fahrräder oder Rucksäcke sollte dabei nicht außer Acht gelassen werden. Fakt ist nämlich, dass durch das Tragen von sichtbarer, heller Kleidung und Reflektoren das Unfallrisiko um beinahe 50 Prozent gesenkt werden kann. Daher gilt: Mach dich sichtbar!

Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) und das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) sorgen für mehr Sicherheitsbewusstsein auf unseren Straßen. Informationen zu gemeinsamen Aktionen und Schulungen im Bereich Wien, Niederösterreich und Burgenland erhalten Sie unter sichereswissen@auva.at

Fotocredit:  Oscar Aguilar/unsplash; KFV/Rainer Fehringer