Die AUVA-Landesstelle Wien präsentierte gemeinsam mit dem BMVIT und der Landespolizeidirektion Wien eine neue Initiative für mehr Sicherheit im Umgang mit den beliebten E-Scootern.

Unterzeichnung der Deklaration "Sicher am E-Scooter" (v.l.n.r.): S. Kühschelm (BMVIT), M. Takacs (LPD Wien), A. Klamminger (AIT), A. Bernart (AUVA-Landesstelle Wien). ((c) R.Reichhart-AUVA)

E-Scooter werden immer beliebter. Gerade im urbanen Raum nimmt die Zahl der Nutzerinnen und Nutzer zu und auch die Anzahl der Anbieter von Leihgeräten steigt. Mit 1. Juni trat die 31. StVo-Novelle in Kraft, wodurch in ganz Österreich einheitliche gesetzliche Bestimmungen für E-Scooter gelten. Um Bewusstsein und Sicherheit im Umgang mit E-Scootern zu steigern, starteten das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT), die Landespolizeidirektion Wien (LPD Wien) und die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) gemeinsam die Initiative „Sicher am E-Scooter“ – eine Offensive für Aufklärung und Unfallprävention.

„Durch die aktuelle StVO-Novelle wurde eine bundesweite Lösung geschaffen, die den einschreitenden Organen Handlungssicherheit gibt. Die freiwilligen Selbstbeschränkungen der Betreiber erhöhen zusätzlich die Verkehrssicherheit und reduzieren die Konfliktsituationen mit anderen Verkehrsteilnehmern. Zusätzlich müssen wir versuchen durch gezielte Aufklärung so viele Scooter-Nutzer wie möglich zu erreichen.“

Michael Takacs, Leiter der Landesverkehrsabteilung der Wiener Polizei

Deklaration als Auftakt der Informationsoffensive

Am 18. Juni wurde daher gemeinsam mit Anbietern aus Wien (Bird, Circ, Hive, Lime, Tier) eine Deklaration für mehr Sicherheit am E-Scooter unterzeichnet. Mit der Unterzeichnung sprachen sich alle Vertreter für mehr Aufklärungsarbeit und ein respektvolles Miteinander im Straßenverkehr aus. Zusätzlich verpflichten sich alle unterzeichnenden E-Scooter-Anbieter, einen Aufkleber mit einem speziellen QR-Code an ihren Fahrzeugen anzubringen. Dieser leitet auf eine eigene Informationsseite des BMVIT weiter, auf der sich sowohl rechtliche Hinweise als auch praktische Tipps für den Umgang mit E-Scootern finden: https://www.bmvit.gv.at/verkehr/ohnemotor/escooter/

Alle Partner sprechen sich für mehr Aufklärungsarbeit und ein respektvolles Miteinander im Straßenverkehr aus. ((c) R.Reichhart-AUVA)

„Die gesetzlichen Voraussetzungen sind durchaus bekannt. Nun kommt es darauf an, dass Anbieter, Nutzer, die Polizei und letztendlich auch der Gesetzgeber – in dem Fall das BMVIT, an einem Strang ziehen. Mit diesem Event wollen wir zeigen, wie ein gutes Miteinander funktioniert. Die heute unterzeichnete Deklaration ist das verschriftlichte Bekenntnis.“

Mag. Sabine Kühschelm, Leiterin Verkehrssicherheit, BMVIT

Durch bewussten Umgang mit E-Scootern Unfälle vermeiden

E-Scooter sind im Vormarsch, weil sie unkompliziert und bequem sind. Um schnell von einem beruflichen Termin zum nächsten zu kommen, oder für die Fahrt zur Uni, sind sie für viele ein ideales Fortbewegungsmittel in der Stadt. Was wie ein Spielzeug anmuten mag, ist allerdings ein richtiges Verkehrsmittel. Bei Unfällen kann es zu schwerwiegenden Verletzungen kommen.

„Im Traumazentrum Wien der AUVA verzeichnen wir immer mehr Unfälle mit E-Scootern. Gehirnerschütterungen und Brüche gehören dabei zu den häufigsten Verletzungen. Umso wichtiger ist es der AUVA, rasch auf die neuen Mobilitätsangebote zu reagieren und präventiv bewusstseinsbildende Maßnahmen für einen sicheren Umgang mit dem E-Scooter zu setzen. Mit der Unterzeichnung der Deklaration setzen wir gemeinsam ein Statement für ein sicheres und respektvolles Miteinander im Straßenverkehr.“ 

Alexander Bernart, Direktor der AUVA-Landesstelle Wien

Gemeinsamer Aktionstag

Im Rahmen des gemeinsamen Aktionstags am 18. Juni in Wien konnten sich Journalistinnen und Journalisten sowie alle Interessierten über rechtliche Rahmenbedingungen und praktische Tipps im Umgang mit elektrisch betriebenen Rollern informieren. Außerdem konnten sie ihr praktisches Können vor Ort einem Test unterziehen. Unter Anleitung erfahrener Instrukteure der Polizei verdeutlichte ein eigens eingerichteter Parcours, wie schnell E-Scooter tatsächlich fahren können, welche Bremsleistung sie aufweisen und wie sich die Geräte der verschiedenen Anbieter z. B. beim Kurvenfahren oder bei unterschiedlicher Bodenbeschaffenheit handhaben lassen.

Bei Fragen zur Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz und bei der Ausbildung stehen Ihnen die Präventionsexpertinnen und -experten der AUVA-Landesstelle Wien jederzeit gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns unter: sichereswissen@auva.at

Fotocredit (alle Bilder): R.Reichhart-AUVA