Die giftigen Raupenhaare des Eichenprozessionsspinners stellen eine Gesundheitsgefahr für jung und alt dar. Besonders im Frühjahr wird immer wieder in Parkanlagen auf die Gefahr durch den Eichenprozessionsspinner hingewiesen. Gelegentlich werden auch ganze Parkareale mit Absperrungen getrennt, um die Gefahr zu verringern.

Credit: ceskyfreund36/pixabay

Eichenprozessionsspinner: Unterschätzte Gefahr

Beim Eichenprozessionsspinner geht das gesundheitliche Risiko von den Larven eines Falters aus, der im Larvenstadium giftige Raupenhaare besitzt. Mikroskopisch feine, innen hohle und ca. 3 Millimeter lange, giftige Raupenhaare werden abgesondert, brechen leicht und werden durch den Wind verbreitet. Kommen die Haare oder Nester mit der Haut in Berührung, so kann es zu Hautausschlag, allergischen Reaktionen sowie Entzündungen der Augenbindehaut, des Rachens und der Atemwege kommen.

 

… das ganze Jahr hindurch

Hauptgefährdungszeitraum ist von Mai bis September, nachdem die Raupen geschlüpft sind. Die auf den Eichen verbleibenden Nester können durch den Wind vertragen werden und bleiben das ganze Jahr über gefährlich. Betroffen sind nicht nur Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die im Freien arbeiten. Da sich die Nester auch in Bodennähe befinden, stellen sie eine Gefahr für Passanten, aber auch für spielende Kinder und Haustiere dar. Gerade Pädagoginnen und Pädagogen sind daher angehalten, besonders bei Schul- oder Kindergartenausflügen Warnhinweise und Absperrbänder zu beachten und aktiv nach Raupen und Nestern (siehe Bild) Ausschau zu halten. Auch Erwachsene sollten die Gesundheitsgefahren durch den Eichenprozessionsspinner nicht unterschätzen und abgesperrte Bereiche und Hinweisschilder entsprechend ernst nehmen.

Gut getarnt: ein Eichenprozessionsspinner-Nest in Bodennähe (credit: lwtaf)

Wichtig:

  • Raupen oder Nester keinesfalls berühren.
  • Bei Kontakt mit den Raupenhaaren sofort die Kleidung wechseln.
  • Trotz Juckreiz: nicht kratzen und intensiv abduschen.
  • Raupenhaare können auch mit Klebestreifen von der Haut entfernt werden.
  • Bei entsprechenden Symptomen unbedingt einen Arzt aufsuchen
Eichenprozessionsspinner - Nest im Glas ((c) lwlom)

Bei Fragen zur Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz und bei der Ausbildung stehen Ihnen die Präventionsexpertinnen und -experten der AUVA-Landesstelle Wien jederzeit gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns unter: sichereswissen@auva.at