In der Dämmerung, bei Dunkelheit und bei schlechter Straßenbeleuchtung gilt besondere Vorsicht für Fußgänger. Denn gerade in der dunklen Jahreszeit birgt die Teilnahme am Straßenverkehr Gefahren und es kommt vermehrt zu Fußgängerunfällen. Schuld daran ist oft zu dunkle Kleidung, wodurch Fußgänger erst sehr spät von Autofahrern wahrgenommen werden können. Die Fähigkeit des menschlichen Auges Objekte wahrzunehmen, verringert sich in der Dunkelheit um rund 80 Prozent. Da sich das Auge aber schnell an die Umgebungsverhältnisse gewöhnt, merkt ein Autofahrer die Verschlechterung der Sichtverhältnisse oft gar nicht.

Sehen und gesehen werden

Dunkel gekleidete Fußgänger werden daher vom Autofahrer erst viel später wahrgenommen – in der Nacht oder bei schlechter Sicht im Abblendlicht erst aus 25 bis 30 Metern Entfernung. Hell und kontrastreich gekleidete Fußgänger können dagegen bereits aus einer Entfernung von 40 bis 50 Metern wahrgenommen werden.

Kinder sind besonders gefährdet

Ein besonderes Sicherheitsrisiko besteht bei den jüngsten Verkehrsteilnehmern. Ob als Fußgänger oder Radfahrer, Kinder legen ihren Schulweg oft im Dunkeln zurück und sind auf Grund ihrer Körpergröße noch schwieriger für einen Autofahrer zu erkennen. Zudem sind mehr als 50 Prozent der Kinder im Straßenverkehr zu dunkel gekleidet.

Mach dich sichtbar!

Damit Kinder und Erwachsene als Fußgänger oder Radfahrer nicht übersehen werden, ist es wichtig mit reflektierender Kleidung bzw. reflektierenden Accessoires unterwegs zu sein. Dadurch sind Kinder und Erwachsene schon aus einer Entfernung von 130 bis 160 Metern sichtbar. Das senkt das Unfallrisiko und erhöht die Sicherheit – für Jung und Alt.

Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) und das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) sorgen für mehr Sicherheitsbewusstsein auf unseren Straßen. Informationen zu gemeinsamen Aktionen und Schulungen im Bereich Wien, Niederösterreich und Burgenland erhalten Sie unter sichereswissen@auva.at

Fotocredit: KFV / Rainer Fehringer