Ein Helm sollte beim Radfahren immer dabei sein. Doch Achtung: Nur ein gut angepasster und richtig eingestellter Radhelm kann auch optimalen Schutz bieten!

(Foto: Hans Braxmeier / pixabay)

Der Frühling hat nun endlich Einzug gehalten. Steigende Temperaturen und längere Tage machen Lust auf das Radfahren. Ob zur Schule, zur Arbeit oder einfach aus Spaß, das Fahrrad ist aus unserem Straßenbild nicht mehr wegzudenken. Mit dazu gehört natürlich ein passender Helm. Aus Gründen der Sicherheit hat der Gesetzgeber 2011 die Radhelmpflicht für Kinder bis zum 12. Lebensjahr eingeführt. Diese Verpflichtung hat sich in Österreich etabliert und der Radhelm wird von Kindern sehr gut angenommen. Ein Helm schützt und kann im Falle eines Unfalles die Schwere von Kopf- und Hirnverletzungen deutlich mindern. Einen Helm aufzusetzen alleine reicht jedoch nicht aus: Nur ein gut angepasster und richtig eingestellter Radhelm kann auch optimalen Schutz bieten.

 

Radhelmkauf – was ist zu beachten?

  • Empfehlenswert sind der Kauf und die Beratung im Fachhandel. Sogenannte „Billighelme“ müssen nicht unbedingt schlecht sein, bieten aber oftmals nur eingeschränkte Verstellmöglichkeiten und dementsprechend eine mangelhafte Passgenauigkeit. Unterschiede sind vor allem beim Tragekomfort, etwa bei der Durchlüftung, den Befestigungsmöglichkeiten sowie der längerfristigen Belastbarkeit festzustellen. Vorteil beim Kauf im Fachhandel ist, dass der Helm dort richtig angepasst werden kann. Deswegen sollten Kinder beim Kauf mit dabei sein.
  • Auf das Prüfsiegel achten: Der Helm muss die Europäische Prüfnorm-Kennzeichnung EN1078 und die CE-Kennzeichnung aufweisen.
  • Ein guter Fahrradhelm schützt den Kopf von der Stirn bis zum Hinterkopf, wobei die Ohren und das Gesichtsfeld frei sind. Zudem verfügt er über ein einfach zu verstellendes Riemensystem mit breiten Befestigungsriemen sowie breiten Belüftungsschlitzen. Die Kinnriemen sollten weich und hautfreundlich sein. Er muss vor allem richtig sitzen und darf nicht in der Bewegungsfreiheit einschränken. Wichtig dabei ist, dass der Helm die richtige Größe hat und passend eingestellt wird, damit er gut und fest auf dem Kopf sitzt.
(Foto: cap-kindersicherheit.info)

Für Jung und Alt: Schritt für Schritt zum Radhelm-Profi

  • Das Anlegen des Helms sollte für die Kinder zur Gewohnheit werden: Sie sollten in der Lage sein, den Helm richtig anzulegen, den Kinnriemen selbständig zu schließen und zu öffnen sowie den Kopfring zu justieren – auch mit angezogenen Fahrradhandschuhen.
  • Um effektiv schützen zu können, muss der Helm jedenfalls richtig sitzen. Ist er zu locker oder falsch eingestellt, kann er seine Aufgabe nicht erfüllen. Eltern sollten den Kindern die richtige Handhabung und Anpassung vorzeigen und diese mit den Kindern üben. Vor jedem Fahrtantritt sollte das Kind in der Lage sein, selbst festzustellen, ob der Helm tatsächlich richtig sitzt.
  • Optimaler Sitz: Der Radhelm soll gerade am Kopf sitzen (er soll einen Fingerbreit über den Augenbrauen beginnen), die Gurtbänder sind nicht verdreht und liegen fest am Kopf, die seitlichen Gurtbänder bilden ein Dreieck um beide Ohren, der Kinnriemen sitzt fest (nicht mehr als einen Daumenbreit Abstand zwischen Kinn und Kinnriemen).
  • Wichtig: Der Helm darf nicht in das Gesicht, in den Nacken oder in irgendeine Richtung rutschen oder verschoben werden können. Gegebenenfalls müssen die Gurtbänder, der Kinnriemen oder der Kopfring nachjustiert werden.
  • Während der Fahrt darf der Kinnriemen keinesfalls geöffnet werden.
  • Damit der Griff zum Radhelm bei Kindern auch später zur Selbstverständlichkeit wird, sollten Eltern mit gutem Vorbild vorangehen und bei jeder Fahrt mit dem Rad einen Helm tragen.