Sicher losradeln – und sicher ans Ziel kommen – gilt nicht nur am heutigen Tag des Fahrrads (3.6.).

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Bei schönem Wetter zieht es zahlreiche Radfahrerinnen und Radfahrer ins Freie. Ob am Weg zur Arbeit oder in der Freizeit: Radfahren macht Spaß und hält dazu noch fit. Doch Achtung: Die Freiheit auf zwei Rädern ist nicht grenzenlos. Wer sicher ans Ziel kommen möchte, sollte folgende Tipps beachten:

Die richtige Ausstattung

Voraussetzung für sicheres Radfahren ist ein vorschriftsmäßig ausgestattetes Fahrrad. Mindestkriterien laut Fahrradverordnung sind:

  • Zwei voneinander unabhängige gut funktionierende Bremsen,
  • Pedale mit gelben Rückstrahlern auf beiden Seiten,
  • eine Klingel,
  • ein roter Rückstrahler nach hinten,
  • ein weißer Reflektor nach vorne,
  • gelbe Speichenreflektoren.
  • Bei Dunkelheit oder schlechter Sicht sind zusätzlich ein weißes Vorderlicht, das beständig leuchten muss, sowie ein rotes Rücklicht erforderlich.

 

Außerdem sollte beim Radfahren auf geeignete Kleidung geachtet werden, die Bewegungsfreiheit, Sichtbarkeit und Schutz vor Sonne oder Regen bietet. Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr sollte – vor allem bei hohen Temperaturen – nicht vergessen werden. Da sich Pannen leider nicht vermeiden lassen, kann sich zusätzliche Ausrüstung wie Luftpumpe, Flick- und Werkzeug als nützlich erweisen.

Helm tragen schützt

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Für Kinder unter 12 Jahren ist beim Radfahren das Tragen eines Radhelmes verpflichtend. Für Erwachsene gibt es hier keine gesetzlichen Bestimmungen, sie können also grundsätzlich selbst entscheiden, ob sie mit oder ohne Helm fahren. Das Tragen eines Helmes ist jedoch die einzige Möglichkeit, um im Falle eines Unfalles die Schwere von Kopfverletzungen zu mindern. Aber nur ein gut angepasster, richtig eingestellter Radhelm kann auch entsprechenden Schutz bieten. Ein guter Fahrradhelm schützt den Kopf von der Stirn bis zum Hinterkopf, wobei die Ohren und das Gesichtsfeld frei sind. Zudem verfügt er über einen straff sitzenden Kinnriemen, der sich mit einer Hand öffnen lässt, sowie breite Belüftungsschlitze. Geprüfte Qualität ist das A & O: Der Helm muss die Europäische Prüfnorm-Kennzeichnung EN1078 und die CE-Kennzeichnung aufweisen.

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Sicheres Verhalten

Um Gefahren beim Radfahren bestmöglich zu vermeiden, sind folgende Verhaltensweisen einzuhalten:

  • Radfahranlagen benützen – sofern vorhanden.
  • Vorausschauend fahren: Abstand halten, Fußgängerinnen und Fußgänger beachten, Verkehrsgeschehen beobachten etc.
  • Deutliche Handzeichen geben.
  • Verkehrszeichen beachten. Besonders Vorrang- und Stopp-Tafeln, Ampeln, Einbahnen etc.
  • Fahrgeschwindigkeit den Gegebenheiten und dem eigenen Können anpassen.
  • Auf andere Verkehrsteilnehmer – vor allem in Kreuzungsbereichen – achten und Blickkontakt suchen.
  • Riskante Manöver, z. B. Vorbeischlängeln, vermeiden: Sehen und gesehen werden!
  • Keine Ablenkung durch die Bedienung von Handys.
  • Auf Sichtbarkeit achten: Licht auch bei Dämmerung einschalten; auffällige, reflektierende Kleidung verwenden.
  • Funktionsfähigkeit des Fahrrades – v.a. Licht, Bremse, Reifen – regelmäßig prüfen.